SG MADS Ostalb - TG Bad Waldsee 2:3 (25:21, 21;25, 25:15, 21:25,13:15)
Mit einem überaus hart erkämpften Auswärtserfolg beim Uraltrivalen SG MADS Ostalb können die TG-Regionalligamänner zunächst die Abstiegsränge verlassen. Mit 3:2 sichert sich die TG den Sieg und hat die Möglichkeit, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.
Auswärtsspiele auf der Ostalb, wo man sich schon zu vermeintlich längst vergangenen Zeiten heiße Duelle geliefert hatte, haben sich noch nie als einfaches Unterfangen für die Bad Waldseer TG gestaltet. Auch in dieser, für die Oberschwaben so schwierigen Spielzeit, gab es dabei keine Ausnahme.
Schwungvoll und mit Elan starteten die Gäste ins Match, konnten sich gar einige Spielsequenzen über als ebenbürtig für die favorisierten Platzherren erweisen, mussten jedoch in der unschönen Folge einem 3:9 hinterherhecheln. Die Gegenwehr der TG reichte nicht aus, um den Eröffnungssatz unter Kontrolle zu bringen. Entscheidend erwies dabei die überlegene Stärke der Ostalbspieler in allen Spielbelangen. Besonders stachen dabei die sehr raffiniert vorgetragenen Angriffe der MADS heraus.
Im zweiten Durchgang besannen sich die TG-Männer ihrer Möglichkeiten. Insbesondere ihre Konzentration zeigte sich stark verbessert. Dazu kam ein äußerst konsequentes und kraftvolles Blockverhalten, das die bis dahin nahezu nicht zu stoppenden Offensivkräfte der MADS klar einbremste. Auch die nun starken Aufschläge der Schützlinge von Trainer Lucas Romer taten ihre Wirkung. Gerade Simon Scheerers Angriffsbälle dessen Fehlen in mehreren Spielen schmerzhafte Folgen gezeitigt hatte, präsentierte sich nunmehr in seiner besten Form und konnte reihenweise Aufschläge zu Zählbarem verwandeln.
Es wäre nicht Volleyball, hätte die TG nach diesem kleinen Erfolgserlebnis, ihren Auftritt wie in Satz zwei fortführen können. Stattdessen verlor sich die Mannschaft aus der Kurstadt in einem kollektiven Tiefschlaf, aus dem das Erwachsen sich schmerzhaft in Form des deutlichen Satzergebnisses zugunsten der Gastgeber anfühlte.
Der vierte Durchgang begann, wie der dritte endete. Noch immer verharrten die TG-Spieler in ihrer unerklärlichen Passivität, um jedoch wiederum durch Simon Scheerers Aufschläge aufgerüttelt zu werden. Auch gelang es der TG mit zunehmender Spieldauer ihr Blockverhalten effizienter einzusetzen. Ein nicht sehr oft zu erlebender Satzausklang, spannend und heiß umkämpft allemal, brachte die Gäste in Front und die Gastgeber in Verlegenheit. Verdient aufgrund des engagierten Endspurtes gelang es den TG-Männern, diesen Satz schließlich nach Hause zu bringen.
Im Entscheidungssatz brauchten beide Kontrahenten lange Zeit, um die Nase vorne zu haben. Bis zum 6:6 gelang es keinem Team, deutlich nach vorne zu kommen. Es war schließlich aus TG-Sicht erfreulich, wie Annahme und Spielaufbau bis hin zu krachenden Angriffsbällen zusehends besser gelangen und im Verbund mit konsequenten Aufschlägen letztendlich Satz und Sieg für die TG erbrachte. Romer war nach diesem Spiel einigermaßen erledigt, seine Einwechslungen und Auszeiten hatten sich unter dem Strich als mit spielentscheidend erwiesen.
Als MVP bei den Gastgebern wurde Libero Manuel Fuks erkoren, während auf TG-Seite nicht sehr überraschend und gleichzeitig hoch verdient Zuspieler und Aufschlagsvorbild Simon Scheerer gefiel.
Nach der Niederlage des engsten Abstiegs Konkurrenten VfB Ulm, konnte die TG mit diesen hart erkämpften zwei Punkten den Abstiegsplatz verlassen und trifft im nächsten Match am Sonntag, 22.3. um 16:00 Uhr in eigener Halle auf den haushohen Favoriten VC Offenburg.
(Franz Vogel)
TG: Can Adeojo, Andi Beck, Simon Bergmann, Chris Binoth, Benni Fritzenschaf, Tim Kaus, Milos Mandaric, Dominik Milak, Joshua Müller, Kirill Penner, Manuel Probst, Gero Schairer, Simon Scheerer