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TG-Volleyballer sichern sich Platz acht in der Regionalliga

MTV Ludwigsburg 2 - TG Bad Waldsee 3:2 (16:25, 14:25, 25:18, 25:21, 15:9)

Aufatmen bei den Volleyball - Männern der TG Bad Waldsee. In praktisch letzter Minute gelingt der Mannschaft um Trainer Lucas Romer mit einem 2:3 bei den Barock-Volleys Ludwigsburg den noch fehlenden Punkt zum Klassenerhalt in der Regionalliga zu erkämpfen. Warum die Freude dennoch nicht ganz ungetrübt ist, liegt im Ligasystem der übergeordneten Volleyballverbände begründet.
Vor dem letzten Spieltag der Männer in der Volleyball-Regionalliga sahen sich gleich drei Teams in der akuten Gefahr des Abstiegs. Die beste Ausgangsposition belegte dabei die TG Bad Waldsee, denn ihr Punktestand sah sie einen Zähler vor dem VfB Ulm und zwei Punkte vor dem Tabellenletzten TSV Mimmenhausen. Diese Tabellensituation hätte bei jeweils günstigstem Verlauf das rettende Ufer für eines der drei Teams bedeuten können. Zur Freude der TG-Verantwortlichen schaffte es die Mannschaft, mit der knappen 2:3 Auswärtsniederlage den noch fehlenden Punkt zum ersehnten Ziel des Klassenerhalts einzufahren.
Hoch konzentriert und getrieben von dem in letzter Sekunde winkenden Klassenerhalt begaben sich die Oberschwaben in den Auftaktsatz. Endlich klappte die Annahme und Feldabwehr sicher, womit dem konstruktiven Aufbauspiel des zentralen Akteurs Simon Scheerer viele kreative Möglichkeiten eröffnet waren. Scheerer machte dann auch regen Gebrauch von seinem umfangreichen Repertoire und ermöglichte seinen Angreifern variable Möglichkeiten, die von den Spielern auf den Außenbahnen und den Mittelangreifern rege genutzt und zu Zählbarem verwandelt wurden. Die Paradevorstellung der TG- Spieler fand zusätzlich in den druckvollen Aufschlägen ihre Ergänzung und brachte die Spielpartner aus der Barockstadt in gehöriges Durcheinander.
Auch im zweiten Durchgang gelang es den Kurstädtern, ihr beeindruckend hohes Niveau zu halten und damit den Druck auf die Gastgeber noch zu erhöhen. Immer wieder scheiterten die Ludwigsburger Barock-Volleys am erfolgreich organisierten Block der TG, was die arg verunsicherten Platzherren noch mehr in Schwierigkeiten brachte. Mag durchaus auch die im Gegensatz zur TG seit Wochen gesicherte Tabellensituation für die Barock-Volleys weniges an Motivation erbracht haben, so war es am Ende doch der absolute Wille und die vorbildliche Konzentration der TG-Truppe, die sich satzentscheidend auswirkten. Bei der TG konnte jetzt bereits gejubelt werden, denn mit dem Spielstand von nunmehr gesicherten zwei Sätzen, war der rettende Tabellenrang für die Bad Waldseer Männer geschafft.
Nicht ganz unerwartet und letztlich auch nicht überaus wichtig hielten die überraschten Gastgeber nun mit Macht dagegen. Mehr und mehr fanden die im Mittelfeld der Liga positionierten Unterländer ihren Rhythmus, besannen sich auf ihre Aufschlags- und Angriffsstärke, was auf Seiten der Gäste zu sehr ungenauen Aktionen führte. Das Spiel hatte mit diesem verlorenen dritten Satz seinen Wendepunkt gefunden.
Auch der vierte Durchgang bot ein ähnliches Bild, wenngleich sich die TG aufgerafft hatte und ihrerseits auf Augenhöhe mitzuspielen vermochte. Der sich daraus entwickelnde intensive Schlagabtausch hob spürbar das gesamte Niveau der Begegnung, führte dennoch in letzter Konsequenz zum knappen Satzsieg der Gastgeber und damit zwangsläufig in den TieBreak. Deutlich lag das Momentum jetzt bei den Barockstädtern, die Romers Mannen nur noch wenig Raum zum Durchschnaufen ermöglichten. Ein interessantes Spiel fand zum Schluss einen verdienten Sieger, wenn gleich die TG-Niederlage auf Grund des gesicherten Klassenerhalts zu verschmerzen war.
Als wertvollste Spieler wurden bei den Gastgebern Lennar Schnaidtmann und bei der TG der dominante Zuspieler Simon Scheerer ausgezeichnet.
Für die gerettete TG gibt es dennoch einen Wermutstropfen im Freudenkelch. Sollte der neue Zuschnitt der Regionalligen sehr ungünstige Mannschaftszahlen zeitigen, wäre noch ein Abstieg am „Grünen Tisch“ im Bereich des Denkbaren.
(Franz Vogel)

Simon Scheerer, Tim Knaus, Gero Schairer, Simon Bergmann, Manuel Probst, Benni Fritzenschaf, Andreas Beck, Kirill Penner, Joshua Müller