TG Bad Waldsee Volleyball

Das 3:1 gegen den ASV Botnang bedeutet die Vizemeisterschaft in der Oberliga

Von Franz Vogel

Der 3:1 (21:25, 26:24, 25:15, 28:26) Heimsieg beim letzten Heimauftritt der zu Ende gehenden Spielzeit geriet zum fast nicht mehr erwarteten Erfolgserlebnis der Bad Waldseer Vorzeigevolleyballer. Am Ende steht der zweite Rang in der Oberligatabelle, welcher auch am letzten Spieltag nächstes Wochenende nicht mehr verspielt werden kann.

Hieß das Saisonziel nach Weggang von Trainer Peer Auer bescheiden Klassenerhalt, kann sich ein halbes Jahr später die TG ganz stolz Vizemeister nennen, mit der historisch besten Platzierung eines Volleyballteams aus der TG Bad Waldsee.

Manchmal bedarf es einiger schwacher Spiele, um die besten Eigenschaften eines Team zum Vorschein zu bringen. In diesem Fall geht es um das mentale Gerüst einer Mannschaft, um ihren spürbaren Zusammenhalt vom Spielfeld bis zur Ersatzbank, ihre Bereitschaft, jenseits aller Schwächen und individuellen Fehlern, dem Spielpartner einen Kampf auf Biegen und Brechen zu liefern. Derartiges konnten die Fans am Samstagabend erleben, auch wenn ihre Reihen nach der Serie von Niederlagen schon etwas gelichtet erschienen. Die knapp 50 Zuschauer konnten sich denn auch mehr und mehr an diesem Abschlussauftritt der TG erfreuen, ja begeistern.

Sehr deutlich drücken die Satzergebnisse den Verlauf dieses Matches aus, überdeutlich, wie sich die Männer von Trainer Peter Gropper an diesem Abend am eigenen Schopf aus der Tiefe der Misserfolgserlebnisse zogen. Zunächst erlebten sie im Laufe des ersten Satzes, wie der ASV Botnang überaus hart anzugreifen vermochte und mit krachenden Schmetterbällen seine Kreise zog. Mit zehn Punkten führten in klassischer Logik die Gäste zu Mitte von Durchgang eins. Gegen dieses prächtige Powervolleyball gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten. Das sind eine solide eigene Annahme als Grundlage für die eigene möglichst effiziente Offensive und im Defensivfall ein aggressives Blockverhalten gepaart mit aufopferungsvollem Abwehrverhalten.

Immer mehr jedoch erkannten in der Folge die Gastgeber ihre Chance, an diesem Tag in derartiger Spielweise den Angstgegner aus der Stuttgarter Vorstadt in den Griff zu bekommen. Das hatte durchaus auch zu tun mit der Hereinnahme von Lucas Romer als Außenangreifer und Annahmespieler. Zusammen mit Jan Herkommer bildete er im Verbund mit Libero Pascal Eisele einen Abwehrriegel, der dem Team die grundlegende Sicherheit brachte, die in den letzten Spielen so bitter vermisst wurde. Es sei eingeräumt, der ASV Botnang musste auf den einen oder anderen Stammspieler verzichten, doch die Männer, die dort im Feld standen, zeigten sich als überaus solide und aggressiv spielende Truppe. So gelang es den Unterländern auch, den Schlussansturm der TG abzuwehren und den ersten Akt knapp für sich zu entscheiden.

Dann schlug die Stunde der Bad Waldseer Mittelblocker. Nur noch sporadisch schlugen die gefürchteten Angriffsbälle im Bad Waldseer Geläuf ein, immer wieder abgeblockt durch Ralf Sauerbrey, Simon Bergmann und Christian Romstedt. Ersterer brillierte endlich wieder durch seine langen Flatteraufschläge, die gehörig Unruhe in des Gegners Reihen verursachten. Dem eher klein gewachsenen Neuzugang Christian Romstedt war es zur Freude der Galerie vorbehalten, durch einen wahren Monsterblock den Satzball zu Gunsten der TG zu verwandeln.

Geriet der zweite Satz zu einem wahren Krimi, zeigte sich Weißschwarz im dritten Teil des Spiels hoch überlegen und ließ nahezu keine gegnerische Chance zu. Immerhin stand in diesem Duell einiges auf dem Spiel, beide Kontrahenten konnten mit einem Sieg Rang zwei erreichen, die TG sofort, der ASV nach einem weiteren erfolgreichen letzten Spiel. Dementsprechend engagiert gingen beide Mannschaften in das Finale des Spiels.

Gerungen wurde um jeden Meter, die TG ersehnte den Matchball, der ASV spekulierte auf ein TieBreak. Am Ende dieses vierten Satzes hielten die leidenschaftlichsten der Fans den Atem an. Viermal gab es Matchball für die TG. Dreimal konnten die ASV-Cracks das Unheil verhindern. Dann entwickelte sich nach einer sehr guten ASV-Annahme ein gut getimter Angriff über die Mitte des Netzes – und zerschellte am Block des jungen Simon Bergmann. Große Freude bei Spielern und Fans, Freude auch über die Leistungssteigerung der Mannschaft und Zufriedenheit über das versöhnliche Ende der Heimspiele dieser Saison.

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