TG Bad Waldsee Volleyball

TG-Volleyballer finden eine Interimslösung für ihr Trainerproblem

Aufatmen bei der TG Bad Waldsee. Nach wochenlangen Überlegungen hat die Ungewissheit nun ein Ende. Wochen waren es, in denen der Verein des Oberligadritten der abgelaufenen Spielzeit erkennen musste, wie eng die Chancen sind, einen qualifizierten Trainer zu finden. Diese wachsen wahrhaft nicht auf den Bäumen, sind rar und teuer. Vereinzelt gibt es Oberligateams, die sich aus den genannten Gründen praktisch selbst trainieren. Es sind dies in der Regel erfahrene Cracks, die als Team in langen Jahren zusammengewachsen sind. Nach allen Erfahrungen können sich diese Mannschaften eine gewisse Zeit in der Liga halten, doch irgendwann folgt der unweigerliche Einbruch. Warnendes Beispiel für einen derartigen schleichenden Abbauprozess ist der PSV Reutlingen.


Eine solche Entwicklung seines Vorzeigeteams wollte die TG mit Macht verhindern. Zwar ist es den Abteilungsverantwortlichen in der Zeit seit Mai nicht gelungen, einen Trainer auf absehbare mittlere Zukunft zu finden. Doch war die Stimmung und Bereitschaft in der Mannschaft deutlich erkennbar, selbst an einer Lösung mitzuarbeiten. Schließlich nahm eine Idee des scheidenden Trainers Peer Auer Gestalt an, jene nämlich, den vormaligen Mittelblocker Peter Gropper mit der Aufgabe zu betrauen. Gropper sagte unter der Voraussetzung zu, dass ihm von Seiten der Mannschaft zwei Spieler bei Trainingsarbeit und Organisation zur Seite gestellt werden. In Gestalt von Lucas Romer und Axel Bloching fanden sich diese nach einer intensiven Besprechung zwischen Abteilungsleitung und Mannschaft.

Der 39-jährige dreifache Familienvater Peter Gropper arbeitet als CNC-Fräser bei einer Wolfegger Firma . Nachdem er bis zu seinem 19. Lebensjahr in Seibranz, Unterzeil und Bad Wurzach Fußball gespielt hatte, zog es ihn für 20 Jahre zum Volleyball. Mit der TSG Bad Wurzach schaffte er den Durchmarsch von der B-Klasse bis in die Landesliga. Dort war er entscheidend beteiligt an mitreißenden Duellen auch gegen die Bad Waldseer TG.

Schon seinerzeit stach sein Führungstalent und seine mitreißende Durchschlagskraft, vor allem jedoch sein abgeklärtes und intelligentes Spiel ins Auge. Kein Wunder, niemand in seinem volleyballerischen Umfeld kannte ihn anders als eben „Kapo“. Mehrere Jahre trainierte er die Damenmannschaften des SV Hauerz nicht ohne Erfolg. „Zum Ende meiner aktiven Laufbahn hatte ich die Chance, noch einige Jahre im Team der TG Bad Waldsee Oberligaluft zu schnuppern. Eine tolle Zeit. Nun möchte ich dem Verein dafür etwas zurückgeben“, meint der Routinier.

Lucas Romer, 25, Lehramtsstudent in Weingarten, spielt seit seinem 9. Lebensjahr Volleyball bei der TG. Er entstammt einer sportlich hinreichend bekannten Familie und ist ein typischer Vertreter der Nachwuchsarbeit in der Volleyballabteilung. Von der Kooperation Eugen-Bolz-Schule-TG bei den Bambinis über sämtliche Jugendstufen gelangte Romer ins Team Herren I, wo er sich als gelernter Zuspieler auf der für ihn ungewohnten Position des Außenangreifers zurecht finden musste. Seine bisher stärkste Saison spielte er 2013/14. Romer, man weiß es, will Verantwortung übernehmen und so war er es, der nach dem Weggang Auers intensiv um eine tragfähige Trainerlösung bemüht war. Sein Fazit: „Ich denke, wir können mit dieser Gemeinschaftslösung leben, sollten aber diese Spielzeit als Zwischenstation betrachten. Danach brauchen wir eine tragfähige Trainerkonstellation für die mittelfristige Zukunft.“

Der Dritte im Bunde ist der 29-jährige Entwicklungsingenieur Axel Bloching. Schon in Kindesjahren stieß der Hüne von der TSG Wurzach zur TG Bad Waldsee, wo er wie Romer den kompletten Jugendbereich durchlief und schließlich viele Jahre in der zweiten, später ersten Mannschaft auf der Außenposition spielte. Bloching ist ein Mann, der stets gute Laune ausstrahlt und auch in kritischen Situationen weiß worum es geht. „Ich meine das Wichtigste ist das Zusammenwachsen der Mannschaft unter den gegebenen Bedingungen. Was daraus entsteht, wird man sehen. Minimalziel ist Klassenerhalt, im besten aller Fälle sollten wir einen sichern Mittelfeldplatz erreichen.

Seit Anfang September arbeiten die drei Neuen mit der Mannschaft. Beim Fototermin fiel eine sehr lockere, optimistische Stimmung auf. Die Zukunft wird zeigen, wohin die Reise der Mannschaft geht, die so viele Sympathien der kurstädtischen Volleyballfans genießt. Seitens des Vereinsnährt sich die Hoffnung wieder auf eine Fortsetzung der Erfolgsstory dieser Truppe.

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