TG Bad Waldsee Volleyball

3:0 Erfolg gegen den TSV Georgi Allianz Stuttgart III - TG baut ihren Vorsprung aus

Von Franz Vogel

In einem vor allem im dritten Satz hoch interessanten Volleymatch bezwang der Tabellenführer der Volleyballoberliga den TSV Stuttgart mit einem 3:0 (25:11, 25:12, 26:24) und baut seinen Vorsprung aus. Als hätte es mal wieder des Beweises bedurft, welch rätselhafte Vorgänge beim Sport im Allgemeinen und beim Volleyball im Besonderen, die Abläufe bestimmt, verlief diese Begegnung sehr klar und wurde am Samstagabend in der Sporthalle der Eugen-Bolz-Schule vor allem jenen der zahlreichen Zuschauer vor Augen geführt, die eher selten zu den Spielen erscheinen, welch gravierende Auswirkung der mentale Zustand einer Mannschaft zukommt.

Gab es nach zwei fast meisterlich herausgespielten Spielabschnitten Stimmen auf der Galerie, die meinten, das sei ja fast ein langweiliges Spiel, angesichts der krassen Überlegenheit der heimischen TG, so änderte sich das Dekor mit Beginn von Durchgang drei, als sich plötzlich und zum ersten Mal an diesem Abend die TG in Rückstand befand.

Vorangegangen war eine Vorstellung von Evi Müllerschöns Team, die ihresgleichen suchte. Es waren wohl die beiden besten Spielabschnitte vor eigenem Publikum in dieser Spielzeit. Ausgehend von einem überaus gelungenen Aufschlagsverhalten wurde dem Gegner aus der Landeshauptstadt kaum Luft zum Atmen gelassen. Mehr und mehr gingen die Annahmespieler der Gäste in die Knie. An einen eigenen Spielaufbau war zumindest im ersten Satz für die Stuttgarter nicht zu denken. Auf TG-Seite ragten dabei mit ihren sehr unterschiedlich gestalteten Aufschlägen Ralf Sauerbrey, Pirmin Dewor, Simon Scheerer und Hannes Lampert heraus. In nicht einmal 20 Minuten hatte sich die TG den Satz gesichert.

Die Aufschlagsstärke hielt auch im weiteren Verlauf des zweiten Satzes an. Das Aufschlagstraining von über anderthalb Jahren trug sichtlich Früchte. Allerdings hatte sich nun die gegnerische Defensive etwas gefangen und ermöglichte dem eigenen Spielgestalter einen gewissen Aufbau, der zum einen oder anderen Schmetterschlag führte. Die Blockspieler der Gastgeber, allen voran der junge Simon Bergmann neben seinem Mittelblockerkollegen Sauerbrey erstickten jedoch auch diese zaghaften Ansätze im Keim. Auch gelangen dem für Volleyballverhältnisse eher etwas klein geratenen Paul Breyer eine ganze Serie von erfolgreichen Angriffsbällen, geschuldet seiner enormen Sprungkraft und seinem steten Überblick. Jan Herkommer führte seine Mannschaft sehr sicher und ruhig zum Satzerfolg Teil zwei. Dazu hatte auch die kurzzeitige Einwechslung von Lucas Romer beigetragen. Augenscheinlich in dieser Phase auch die kluge Raumaufteilung der TG in defensiven Szenen.

Zäh begann der dritte Satz. Es gelang er TG nun nicht mehr, einen respektablen Punkteabstand zwischen sich und dem Spielpartner zu erarbeiten. Im Gefühl der eigenen Überlegenheit stimmte die Konzentration nur noch bruchstückhaft. Eine solche Chance lässt sich eine gestandene Truppe, wie Stuttgart in die Halle brachte, nicht nehmen. Jetzt klappte deren Annahme, der Zuspieler konnte sich entfalten und zum Erstaunen der Galerie geriet die TG gehörig ins Wanken. Beim Spielstand von 16:17 sah sich Evi Müllerschön erstmals an diesem Abend zu einer Auszeit gezwungen. Die zunächst keinerlei Erfolg zeigte. Erst beim Stand von 18:20 nahm sich am Aufschlag Pirmin Dewor ein Herz und servierte hart und präzise zum 22:20. Das Spiel schien gelaufen, das Ende nahe. Auf der Gegenseite versuchte es nun der Stuttgarter Coach mit zwei kurz hintereinander genommenen Auszeiten. Er hatte kurzfristig Erfolg, denn durch zwei vermeidbare Unkonzentriertheiten auf kurstädtischer Seite kam es beim 23:24 zum Satzball für den TSV.

Jetzt endlich zeigte die TG wieder ihr positives Gesicht der Spielzeit 2016/17. Ein Angriffsball Paul Breyers fand den Boden des Gegners und ein erfolgreicher Block brachte schließlich den ersehnten Matchball für die TG. Simon Scheerer war es schlussendlich vorbehalten, durch kluge Übersicht einen getricksten Ball der Stuttgarter zu blocken und das Spiel zu beenden.

Aufatmen auf den Rängen. Man spürte, das hätte auch noch einmal ganz anders kommen können. Wieder, wie schon oft in dieser Saison hatte sich Schwarzblau durch seine mentale Abgeklärtheit gerettet. Freilich gepaart mit den Früchten eines gezielt gestalteten Trainings, siehe Aufschlags- und Blockverhalten.

Das TG-Aufgebot: Herkommer, Lampert, Niedermaier, Scheerer, Romer, Dewor, Sauerbrey, Bergmann, Breyer, Eisele, Bloching.

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