TG Bad Waldsee Volleyball

TG-Bad Waldsee nach 3:1 Erfolg gegen Angstgegner TSV Eningen an der Tabellenspitze der Volleyballoberliga

Von Franz Vogel

Knapp 80 Fans erlebten am Sonntagnachmittag einen 3:1 (25:23, 25:17, 27:29, 25:16) Heimsieg der TG Bad Waldsee gegen den Regionalligaabsteiger TSV Eningen. Oder sollte man sagen, sie durchlitten zumindest phasenweise eine überaus kampfbetonte Partie, der es zwar an spielerischen Glanzpunkten, nicht aber an taktischer Finesse und Einsatzwillen mangelte.

Kluge taktische Entscheidungen der Bad Waldseer Trainerin Evi Müllerschön einerseits und leidenschaftliche Kampfbereitschaft der Cracks beider Teams andererseits. Damit sind schon wesentliche Gründe für den relativ eindeutigen Ausgang des Matches angedeutet.

Die in auffällig quergestreiftes Gelbschwarz gekleideten Reutlinger Vorstädter waren mit gerade mal sechs Spielern angereist, womit für sie keinerlei personelle Varianten zu erwarten waren. Dieses Defizit jedoch glichen die Männer vom Fuße der Achalm durch ihre überragende Routine und Kampfbereitschaft wenigstens zum Teil aus. Mit der Meisterschaft in dieser Spielzeit allerdings wird der TSV Eningen wohl nichts zu tun haben. Am Ende reichte den Eninger Spielern einfach nicht mehr die Kraft, um die unbedingt notwendige Konzentration aufrechterhalten zu können. Damit ist auch die Wertigkeit dieses Erfolgs für die TG nicht allzu hoch anzusetzen, auch wenn Müllerschöns Mannschaft nunmehr die Tabellenspitze ziert.

Nach ausgeglichenem Start, gekennzeichnet von auffällig langen Ballwechseln, setzte sich zu Satzmitte der TSV Eningen deutlich ab, nachdem zur Überraschung der Galerie plötzlich ein Bruch im Auftritt der Gastgeber auftrat, den die Gäste gnadenlos zu nutzen wussten. So stand es später 11:18, viele in der Halle hakten Durchgang eins bereits ab. Nicht so Evi Müllerschön. Sie fand Antworten in Form von Auszeiten und Einwechslungen. So trat der zweite Zuspieler Lucas Romer auf’s Parkett, was für eine gehörige Beruhigung im TG-Spiel sorgte. Gleichzeitig besannen sich die Mittelblocker Ralf Sauerbrey und Youngster Simon Bergmann auf ihre Angriffsqualitäten und brachten reihenweise schnelle Bälle auf des Gegners Boden. Satzentscheidend in dieser Phase allerdings Hannes Lampert, der abgesehen von seiner tadellosen Annahme- und Angriffsleistung eine beeindruckende Serie von Aufschlägen platzierte, die den Spielpartner in arge Verlegenheit brachte. Schließlich gelang das Unerwartete. Ein Netzfehler auf Eninger Seite vollendete den knappen Satzsieg.

Fast mühelos marschierte die TG im zweiten Akt des Spektakels weiter. Krachende Aufschläge des Zuspielers Simon Scheerer sorgten schnell für einen Dreipunktevorsprung, den der TSV zwar verkürzen konnte, zu Satzmitte aber den Faden total verlor.

Nichts für schwache Nerven bot der dritte Satz. Wieder gerieten Müllerschöns Mannen rasch in Rückstand, lagen gar 9:16 zurück, um wiederum zurückzuschlagen. Jeder in der Halle glaubte an eine getreue Kopie des ersten Satzes, denn beim Stand von 24:23 stand der erste Matchball der TG an. Simon Scheerer am Aufschlag entschied sich für die ganz harte, risikoreiche Sprungaufschlagvariante. Zum Entsetzen der Fans landete der Ball im Netz und löste eine weitere Serie vergebener Matchbälle aus. Wenn es auf TG-Seite nicht klappt, dachten sich die Gäste, dann läuft es bei uns. So gelang beim Stand von 27:28 ein harter TSV-Angriff und der Satzstand lautete 2:1.

Wer nun dachte, die TG breche ein und das Nervenkostüm hielte dem Druck nach dem frustrierenden Verlauf des vorangegangenen Satzes nicht Stand, sah sich getäuscht. Endlich schlugen Jan Herkommer, Pirmin Dewor und auch sehr auffällig Simon Scheerer im wahrsten Sinn des Wortes zurück. Sehr klar erkannte die TG jene Möglichkeit, sich endlich vom Eninger Fluch freispielen zu können und sie tat es mit Bravour. Freilich hatten die Gäste nicht mehr viel entgegenzusetzen. Gründe dafür wurden genannt. Es werden härtere und vor allem spielstärkere Spielpartner zu besiegen sein, will man den Platz an der Sonne behalten.

Auf Waldseer Seite spielten Simon Scheerer, Lucas Romer, Pirmin Dewor, Hannes Lampert, Paul Breyer, Simon Bergmann, Ralf Sauerbrey, Jan Herkommer und Pascal Eisele.

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