TG Bad Waldsee Volleyball

TG Bad Waldsee bestätigt Spitzenplatz durch klares 3:0 gegen den Tabellendritten

Von Franz Vogel

Im Stil eines würdigen Spitzenreiters besiegten die TG-Volleyballer in ihrem diesjährigen letzten Heimspiel den Tabellendritten der Oberliga mit 3:0 (25:17, 25:18, 25:19). Nach knapp einer Stunde war die Arbeit getan und die fast 100 Fans mit ihrer Mannschaft zufrieden.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt kassierten im dritten Spiel nacheinander die dritte Niederlage gegen die TG – noch nie jedoch schien ein Spielausgang derartig gerecht wie dieses Mal.

Es lag an dreierlei. Zum einen ist die dritte Mannschaft des TSV Georgii Alianz Stuttgart tatsächlich nicht mit ihren Vereinskollegen der zweiten Mannschaft zu vergleichen. Der gefährliche schnelle Spielaufbau, dem zu begegnen für die TG noch vor Wochenfrist eine schwere Aufgabe darstellte, suchte man bei Stuttgart III vergeblich. Auch fehlte bei engen Spielständen, deren es im letzten Durchgang einige gab, der allerletzte Siegeswille, das „über sich selbst hinauswachsen“.

Umgekehrt stand auf der Spielfeldhälfte der heimischen TG eine geschlossene Mannschaft, die sich ohne individuelle Schwachstellen an diesem Abend für diesen TSV als eine Nummer zu groß erwies. Ob es nun um die seit einigen Wochen in bestechender Form auftretenden Mittelblocker Manuel Perner und Ralf Sauerbrey drehte - der nachrückende Ergänzungsspieler Simon Bergmann, Jüngster des Teams, machte seine Sache genauso gut. Endlich wieder in Vollbesitz seiner Kräfte verstand es Zuspieler Simon Scheerer als Herz seiner Mannschaft, seine Angreifer kreativ und variabel einzusetzen. Als Sahnehäubchen konnten die Zuschauer den einen oder anderen Zuspielertrick genießen.

Dort wo das eigene Spiel bei Aufschlag des Gegners beginnt, im Annahmebereich, erwiesen sich sowohl Jan Herkommer, wie Lucas Romer, sowie im Lauf des Spiels Axel Bloching und Julian Niedermaier als Garanten einer soliden Defensive. Dazu gesellte sich der von einer fiebrigen Erkältung wochenlang geschwächte Libero Pascal Eisele mit einer tadellosen Abwehrleistung. Schließlich erwies sich Pirmin Dewor als diagonaler Hauptangreifer einmal mehr als veritable Punktemaschine, wenngleich einige wenige im Übermut zu hart geschlagene Bälle im Block des Gegners landeten.

Etwas zäh hatte sich das Match zu Beginn angelassen. Erst beim Stand von 8:7 sahen die Fans ihr Team erstmals in Front. Zwei anschließende Aufschläge von Perner, einige krachende Schmetterbälle und danach einige TG-Blocks mit einer sehenswerten Abwehr von Lucas Romer brachten die deutliche 19:10 Führung für die Platzherren. Dem enormen Druck, den die TG in der Folge entwickelte, hatten die Gäste in dieser Phase nichts entgegenzusetzen. So war es fast logisch, dass der entscheidende Satzball durch einen Aufschlagfehler der Stuttgarter verwandelt wurde.

Wer nun gedacht hatte, die Mannschaft würde durch die Hereinnahme des Youngsters Simon Bergmann und des Routiniers Axel Bloching in Unordnung geraten, sah sich getäuscht. Beide passten sich dem hohen Niveau ihrer Kameraden an und glänzten ihrerseits durch erfolgreiche Angriffsbälle und kluges Blockverhalten. Das gelingende Spiel der TG allerdings verführte einige Cracks zu fast übermütigem Verhalten, was nach einem deutlichen 17:13 postwendend den Gleichstand zur Folge hatte. Eine Auszeit rückte die Temperamente zurecht, der Satzgewinn wenige Minuten als verdienter Lohn erreicht.

Ob nun die TG in der Lage sein sollte, diese mehr als solide Leistung in Teil drei noch einmal abrufen zu können, beschäftigte als alles entscheidende Frage Experten und Fans. Die Skeptiker sollten sich täuschen. Zwar erwies sich der Spielaufbau nicht mehr so zwingend wie zuvor, doch genügte ein eigenes fehlerfreies Spiel, um die Defizite auf der anderen Seit abzuwarten. Mehrmals gingen die Gäste in Führung, jedes Mal hielt die TG clever und ruhig dagegen. Das Ganze im Stil einer gut geführten, sehr reif wirkenden Mannschaft, in der jeder für jeden kämpfte und sich einsetzte. Der deutliche Sieg drückt in seinen Ergebniszahlen die Überlegenheit der Einheimischen aus.

Noch ein Spiel steht in der Vorrunde aus. Es handelt sich dabei um den Erzrivalen TSV Bad Saulgau. Diese Mannschaft liegt derzeit auf dem Letzten Tabellenplatz und empfängt am kommenden Sonntagnachmittag den Spitzenreiter. Wegen der beiden unnötigen Niederlagen in der abgelaufenen Spielzeit sollten Peter Groppers Männer genügend gewarnt sein und noch einmal ihr bestes Volleyball abrufen.

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