TG Bad Waldsee Volleyball

Ohne Stammzuspieler Scheerer gelingt den Volleyball-Oberligisten ein ungefährdeter Sieg gegen die TG Nürtingen

Von Franz Vogel

TG Bad Waldsee - TG Nürtingen 3:0

 

Die betrübliche Nachricht war schon einige Tage alt: Zuspieler Simon Scheerer, der das Waldseer Team seit einigen Spielzeiten durch dick und dünn geführt hatte, würde krankheitsbedingt nicht auflaufen können.

Soweit die für die Kurstädter schlechte Nachricht. Andererseits hatten der neue Trainer Peter Gropper und seine Männer einige Trainingsabende Zeit, die notwendigerweise umgestellte Mannschaft halbwegs einzuspielen.

 

Das Spiel gegen die Männer aus Nürtingen zeigte letztlich, wie erfolgreich diese Arbeit war. Maßgebenden Anteil daran hatte zweifellos Außenangreifer Lucas Romer, der in die Bresche für Stammzuspieler Scheerer gesprungen war. Romer war in seinen Jugendjahren als Zuspieler ausgebildet worden und hat durchaus noch einige seiner Fähigkeiten behalten. Seine nicht ganz einfache Aufgabe wurde ihm freilich erleichtert durch ein fast fehlerfreies Annahme – und Abwehrverhalten seiner Mitstreiter Herkommer, Bloching und Eisele.

 

Die TG Nürtingen war mit zwölf Cracks angereist und konnte somit während des gesamten Matches aus dem Vollen schöpfen. Die Chance für die Gäste, variabel aufzustellen und entsprechend schwer berechenbar aufzuspielen, war da, wurde jedoch nur unzureichend genutzt. Ganz offensichtlich ist diese Mannschaft noch nicht zusammengewachsen, wenngleich immer wieder feine Aufbauszenen durchblitzten, die dann von gezielten Schmetterbällen abgeschlossen wurden.

 

Gegen das Abwehrbollwerk der heimischen TG waren sporadische Angriffe allerdings zu wenig. Die Defensivstärke der Männer um Lucas Romer gestattete reihenweise Aufbaumöglichkeiten, die reichlich und meist effizient genutzt wurden. Es entwickelte sich in der Logik der Voraussetzungen ein geradliniges, einfaches, jedoch sehr wirkungsvolles Zuspiel, das die TG-Angreifer immer wieder in beste Angriffspositionen brachte.

 

Ob es nun um den Diagonalen Pirmin Dewor handelte, der die Erwartungen vor allem bei Rückraumangriffen bestens erfüllte oder um die Außengreifer Axel Bloching und Jan Herkommer, in jedem Fall eroberten die Weißschwarzen Punkt um Punkt. Das Blockverhalten der Mittelspieler Manuel Perner und Ralf Sauerbrey erwies sich ein um’s andere Mal als für die Spielpartner unüberwindlich.

 

Nahezu gleich verliefen die drei Durchgänge. Immer legten Groppers Männer einen relativ sicheren Punkteabstand zwischen sich und den Gegner. Ruhig und überlegt verteidigten die Gastgeber den Vorsprung und brachten ihn abgeklärt in den Schlussphasen der Sätze nachhause. Lediglich im Mittelteil von Akt zwei witterte das Nürtinger Team seine Chance und kam bis auf zwei Punkte an die Einheimischen heran. Doch hatte man nie das Gefühl, das Ganze könnte kippen. So setzte dem Spuk eine geschickt genutzte Auszeit ein nachhaltiges Ende.

 

Die solide Vorstellung der Waldseer Mannschaft lässt Hoffnungen blühen. Nicht zuletzt die eklatante Leistungssteigerung des Außenangreifers Axel Bloching, der in Annahme, Abwehr- und Blockverhalten einen beeindruckenden dritten Satz hinlegte ist eine solche. Bloching drängte sich als würdiger Vertreter des auf dieser Position eigentlich gesetzten Lucas Romer auf. Er gibt damit dem Trainer durchaus noch einige Variationsmöglichkeiten für die kommenden nächsten, mit Sicherheit sehr viel schwierigeren Matches mit.

 

Dieser meinte, auf seinen Eindruck von seinen Schützlingen befragt, ganz schnoddrig: „Die sind so intelligent, dass sie solche Situationen wie den Ausfall von Simon, selber richten können."

 

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