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Nach Meisterschaft nun auch noch der Bezirkspokalsieg

Von Franz Vogel

TG Bad Waldsee II - SV Unlingen 3:0 (25:18, 25:21, 25:14)

TG Bad Waldsee II - SV Hauerz 3:0 (25:15, 25:15, 25:17)

Die frischgebackenen A-Klassenmeister und Bezirksligaaufsteiger Damen II der TG Bad Waldsee Volleyballabteilung befinden sich weiterhin auf der Erfolgsspur. Trainer Jan Herkommer hatte nicht zu viel versprochen, als er vom Siegeshunger seines Teams sprach.

Ein Turnier der letzten vier Teams erfolgreich durchzustehen, bedarf eines breiten Kaders, der einem Coach genügend Handlungsmöglichkeiten bietet. Gleich zwei schwere Matches waren in kurzer Zeit zu bewältigen, zuerst das Halbfinale gegen die eher unbekannte Mannschaft aus dem Norden des Bezirks, SV Unlingen.

Ohne sich besonders profilieren zu können verlief Durchgang eins für die TG, die erst am Ende des Satzes ihr wahres Gesicht zeigte und deutlich die Nase vorne behielt. Fast deckungsgleich gestaltete sich der nächste Spielteil, als wieder der Satzendspurt die Entscheidung zugunsten der Platzherrinnen brachte. Anders der Verlauf in Satz drei, als sich die TG frühzeitig durch effizienten Spielaufbau und bilderbuchmäßige Angriffe deutlich absetzen konnte. Besonders erfreulich für den Trainer bot sich die Möglichkeit, aufgrund des breiten Kaders fast sämtliche Positionen qualitätsgleich auswechseln zu können. In beeindruckender Sicherheit zogen die jungen Spielerinnen ihre Sache durch und erreichten relativ sicher das Finale um den Bezirkspokal.

Dort allerdings wartete ein überaus interessanter Gegner auf die TG, ein echter Prüfstein in Gestalt des Teams aus dem nahen Hauerz. Letzteres muss die Bezirksliga verlassen, während Herkommers Mannschaft in der kommenden Saison seinen Platz in der Bezirksliga einnehmen wird. Rasch wurde den Fans klar, weswegen die Allgäuer Mannschaft zum Abstieg verdammt ist. Den nun hervorragend gesetzten harten Aufschläge der TG-Damen hatten die Gästedamen fast nichts entgegenzusetzen. Diese Annahmeschwäche war es auch, die einen gezielten Aufbau zum eigenen Angriff überaus erschwerte. Sehr deutlich zeigte sich in diesem Satz fast ein Klassenunterschied.

Doch Hauerz ist als kämpferisches Team bekannt und zeigte sich in der Folge diesem Ruf gerecht. Mit aller Kraft stemmte sich die Mannschaft gegen den Angriffsdruck der TG, musste aber jeweils zu den Satzenden der Angriffshärte des Gegners Tribut zollen. Selbst eine ungewöhnliche taktische Umstellung im Gefüge der TG brachte die Mädchen nicht mehr aus dem Konzept. Letztlich stand ein hochverdienter Pokaltriumph, der denn auch reichlich gefeiert wurde.

TG: Cathrin Reimer, Mara Schmidinger, Johanna Reihs, Julia Gamrot, Maya Wollin, Luisa Fluhr, Tabea Wagner, Sybille Bosch, Anastasia Galusic, Elisa Kownatzki und Julia Herkommer.